Summa Summarum 28.02.2019

Guten Morgen liebe Leser,

kann man zuviel Geld besitzen? Eigentlich nicht. Warren Buffett schon. Und das bringt ihn zunehmens in Schwierigkeiten. Warren Buffett musste für seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, als er auch seinen jährlich mit Spannung erwarteten Brief an die Aktionäre veröffentlichte, einen Nettoverlust für das vierte Quartal von 25,39 Milliarden Dollar verkünden. Grund dafür seien hauptsächlich Kursrutsche bei den Investments. Der Aktionärsbrief war noch in anderer Hinsicht aufschlussreich. Buffett gestand diesmal seine zunehmende Sorge darüber ein, für den immensen Cashbestand von Berkshire noch lohnende Anlageziele zu finden.

Wenn Sie eine Wohnung mieten, über einen Makler, muss derjenige die Kosten für einen Makler übernehmen, der ihn beauftragt. Bei Haus- und Wohnungskäufen dagegen zahlt meist der Käufer die teils horrenden Maklerkosten.  Dies soll nun durch Justizministerin Barley geändert werden. Sie will durchsetzen, dass beim Kauf und Verkauf von Wohnungen und Häusern künftig derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt – so wie das schon bei Vermietungen der Fall ist. Und das ist auch richtig so. Mit der Neuregelung sollten Käufer bei den Nebenkosten des Immobilienerwerbs entlastet werden. Doch es werden die ersten Gegenstimmen laut, denn CDU-Abgeordnete Kai Wegner warnt „Wenn am Ende des Tages die Kosten auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden, dann wird es am Ende für den Käufer noch teurer. Da fallen dann auch noch Notarkosten an, Grunderwerbssteuer.“ Auch Frau Michaela Schulte aus unserm Haus ist für das Bestellerprinzip und das schon seit Jahren. Denn es ist fair und transparent.

Wussten Sie dass, wenn Sie im Sommer 2019 nach Venedig fahren wollen, Sie Drei Euro Eintritt bezahlen müssen? Und das pro Tag! 2020 steigt der Preis auf sechs Euro und kann, je nach Ansturm, sogar auf bis zu zehn Euro anwachsen. Das Geld wird für Reinigung und Instandhaltung gebraucht. Irgendwann wird wohl jeder Stadt klar, dass Touristen nicht nur Geld bringen, sondern auch viel Müll und Instandhaltung verursachen.

Was ist eigentlich im Fall Wirecard passiert? Nach dem die BaFin Spekulationen auf fallende Aktienkurse gestoppt hatte, wurde nun bekannt, dass eine weitere Attacke von Leerverkäufen geplant war. Allerdings sollte vorher negative Berichterstattung in die Zeitungen gehen. Ein Mittelsmann soll versucht haben Journalisten in Großbritannien mit einer Millionensumme zu bestechen. Gleichzeitig hatte er Wirecard gegen Zahlung einer ähnlichen Summe angeboten, negative Berichterstattung zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und es scheint ein echter Börsenkrimi zu werden.

Ein karnevalistischen Wochenende mit viel „jeckem“ Treiben wünscht Ihnen das Team der Müller & Veith Investment GmbH.

Buffett hat Geldsorgen….

https://www.welt.de/finanzen/article189324681/Warren-Buffett-Der-Anlagenotstand-laesst-den-Starinvestor-verzweifeln.html

Bestellerprinzip auch bei Hauskäufen….

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/barley-maklergebuehr-103.html

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Barley-will-Maklergebuehr-neu-regeln-article20873254.html

Wirecard der Börsenkrimi….

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/wirecard-aktie-zahlungsdienstleister-staatsanwaltschaft-erpressung

 

Und zum Schluß ein Blick auf die Kapitalmärkte:

(Quelle: Goldman Sachs)

S&P500 2792 (-0,05%), SX5E Future 3272 (-0,21%), NKY 21385 (-0,79%), HSI 28701 (-0,2%), SHCOMP 2937 (-0,55%), EUR/USD 1,1368 (-0,02%), USD/JPY 110,75 (+0,23%), USGov10Y 2,6608% (-0,81%), Gold Spot 1320 (0%), Brent 66,03 (-0,54%)

Europa

  • Die Bafin habe der Deutschen Bank eine Frist bis zum Jahresende gesetzt, um ihr Risikomanagement im Korrespondenzbankenbereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Verantwortlich für die Anordnung und den engen Zeitplan ist den Informationen zufolge die zögerliche Informationspolitik der Deutschen Bank im bislang größten europäischen Geldwäscheskandal rund um die Danske Bank. HB – 28.02.19
  • Die Allianz habe wohl gute Chancen auf eine möglicherweise milliardenschwere Übernahme in Spanien und Lateinamerika. Allianz habe ebenso wie Generali und Liberty Mutual ein Angebot zum Einstieg in die Versicherungssparte von BBVAabgegeben. Die Allianz gelte derzeit als Favorit. Die Zusammenarbeit der BBVA mit einem Versicherer solle als Gemeinschaftsunternehmen strukturiert werden, wobei der neue Miteigentümer mindestens 50% übernehmen solle. Die Versicherungssparte von BBVA könnte mit bis zu €1,5Mrd bewertet werden. HB – 26.02.19
  • Die geplante CHF6,3Mrd schwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz durch Sunrise ist beschlossene Sache. Man habe sich auf den Deal verständigt, teilten die Unternehmen mit. Sunrise will den Zukauf mit CHF2,6Mrd in bar finanzieren und übernimmt UPC-Schulden in Höhe von CHF3,6Mrd. BBG – 28.02.19

Nordamerika

  • Donald Trump und Kim Jong Un haben ihr Gipfeltreffen vorzeitig beendet. Trump betonte jedoch in der Anwesenheit Kims, dass die Verhandlungsgeschwindigkeit nicht wichtig sei und er zufrieden mit den bisherigen Zugeständnissen Nord Koreas sei.WSJ – 28.02.19
  • Der US-Handelsabgesandte Lighthizer gab vor dem Repräsentantenhaus an, dass die Einführung von weiteren Strafzöllen auf chinesische Waren „bis auf Weiteres“ verschoben wird. RTRS – 27.02.19
  • Apple gab an in der Sparte um Autonomes Fahren, Project Titan, 190 Stellenkürzungen vorzunehmen. Diese sollen überwiegend bei Software und Hardware-Ingenieuren erfolgen. RTRS – 28.02.19
  • Einem Bericht von Variety zufolge, soll Walt Disney deutliches Interesse an dem Kauf  von WarnerMedias 10%-iger Beteiligung an Hulu gezeigt haben. RTRS – 27.02.19

Asien/EM

  • Die Börse in Taiwan bleibt heute feiertagsbedingt geschlossen.
  • China: Die Betriebsaktivität in China sank im Februar auf ein Dreijahrestief, getrieben durch fallende Exporte. DER PMI fiel im Februar zudem von 49,2 vs 49,5 im Januar. RTRS – 28.02.18 / Das Wachstum im verfügbaren Einkommen verlangsamte sich im letzten Jahr (+6,5% vs +7,3% in 2017) während die Lebensunterhaltungskosten um +6,2% stiegen (vs +5,4% in 2017). RTRS – 28.02.18
  • Vale: Moody’s stufte das Unternehmen auf „Junk“ herab, von Baa3 auf Ba1 mit negativem Ausblick. RTRS – 27.02.18

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