Summa Summarum 16.09.20019

Guten Morgen liebe Leser,

sicherlich haben Sie es in der letzten Woche mitbekommen. Mario Draghi hat seine letzten großen Entscheidung bei der EZB getroffen. Zum einen hat er den Strafzins für Einlagen von Banken bei der EZB von 0,4 auf 0,5 Prozent erhöht. Zum anderen geht ab November ein neues Anleihenkaufprogramm los. Es werden monatlich für 20 Milliarden Euro Anleihen von Staaten und Unternehmen sowie Pfandbriefe gekauft, um die Zinsen am Kapitalmarkt zu drücken und auf diesem Weg die Wirtschaft zu stimulieren. Ob dies alles wirklich so gut ist, wird sich noch zeigen. Aber eins ist sicher, aktuell kann man so günstig wie noch nie finanzieren. So werden Ihnen aktuell bei 1-A Bonität aktuell ein Zinssatz von 0,47% auf 10-Jahre gewährt.

Was bei den Zinsen nicht passiert, macht der Ölpreis aktuell sehr stark. Steigen. Durch den Drohnenangriff in Saudiarabien stiegen die beiden wichtigsten Ölsorten der Welt um etwa zehn Prozent. Denn laut einem Analysten wurden 5 Prozent der Weltproduktion vernichtet. Die weitere Preisentwicklung dürfte nach Einschätzung der Landesbank LBBW unter anderem davon abhängen, für wie nachhaltig die Märkte den entstandenen Schaden einschätzen. 

Wasser wird in Zukunft mit das größte Thema sein, was uns auf der Welt beschäftigt. Selbst in einem Land wie Deutschland haben die letzten zwei Jahre mit wenig Regen deutliche Spuren hinterlassen. Es gibt erste Regionen (in Teilen Thüringens, Sachsen-Anhalts und Sachsens sowie Brandenburgs) in denen ist die Grundwasserneubildung vergleichsweise niedrig. Und bei voranschreitendem Klimawandel werden die Gebiete größer werden und es wird erste Streitigkeiten um die Verwendung geben. Trinkwasser oder Landwirtschaft.

Einen erfolgreichen Start in die neue Woche wünscht Ihnen das Team der Müller & Veith Investment GmbH.

Draghi und die Zinsen….

https://www.spiegel.de/wirtschaft/ezb-was-mario-draghis-strafzins-entscheidung-bedeutet-a-1286537.html

Ölpreise steigen….

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/oelpreise-steigen-nach-angriff-auf-saudi-arabien-stark-16386905.html

Trinkwasser vs. Landwirtschaft

https://www.welt.de/politik/article200349366/Trockenperioden-Beginnt-nun-der-Verteilungskampf-ums-Wasser-in-Deutschland.html

Und zum Schluß ein Blick auf die Kapitalmärkte:

(Quelle: Goldman Sachs)

S&P500 3007 (-0,07%), SX5E Future 3526 (-0,79%), HSI 27059 (-1,07%), SHCOMP 3035 (+0,13%), EUR/USD 1,1073 (0%), USD/JPY 107,86 (+0,21%), USGov10Y 1,8958% (+7,02%), Gold Spot 1503 (+0,98%), Brent 66,64 (+10,66%)                

Europa

  • Fresenius trennt sich nicht von seiner Sparte Transfusionsmedizin (TCT). Zwar habe das Unternehmen im Februar angekündigt, die TCT-Geschäfte von Fresenius Kabi in einer eigenen Einheit zu bündeln und ergebnisoffen verschiedene Optionen zu prüfen, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Ergebnis dieser Sondierung sei aber, dass TCT Teil von Fresenius Kabi bleibe und die Einheit auch künftig durch Investitionen weiterentwickelt werde. TCT wachse profitabel, der Markt und seine Perspektiven blieben attraktiv. „Insofern war auch ein Verkauf von TCT von Anfang an ausdrücklich nur eine von mehreren Optionen“, hieß es. Mit der Bündelung der vormaligen Teilbereiche zu einer eigenständigen, schlagkräftigen Einheit seien sehr gute Voraussetzungen geschaffen worden, das Geschäft dauerhaft erfolgreich zu betreiben. WiWo – 16.09.19
  • Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR hat Springer-Chef Mathias Döpfner einen Stellenabbau angekündigt, den Umfang aber offengelassen. „In Summe werden wir Arbeitsplätze abbauen“, sagte Döpfner der „Süddeutschen Zeitung“ in einem gemeinsamen Interview mit der Anteilseignerin Friede Springer und dem KKR-Europachef Johannes Huth. Bereits in der Vergangenheit habe Springer immer wieder restrukturiert und Kosten angepasst. HB – 16.09.19
  • Volkswagen hat sich mit Sammelklägern in Australien grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt und will damit einen weiteren Rechtsstreit aus dem Weg räumen. Die 100 000 vom Dieselskandal betroffenen australischen Kunden könnten im Schnitt bei Teilnahme aller Fahrzeuge mit einer Zahlung von €870 rechnen. Insgesamt beläuft sich das Volumen damit für die Kundenklagen auf rund €87Mio. Der Vergleich muss noch von einem Gericht bestätigt werden. Volkswagen rechnet damit, dass die fünf betroffenen Verfahren bis Frühjahr 2020 abgeschlossen werden. FNZ – 16.09.19 /  Audi wird laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im nächsten Frühjahr den Vorstandschef austauschen. Voraussichtlich zum 1. April 2020 werde Markus Duesmann das Amt von Bram Schot übernehmen, hieß es unter Berufung auf informierte Kreise. Offiziell bestätigt wird diese Personalie nicht. FAZ – 16.09.19 / Das Kraftfahrtbundesamt hat der in den Dieselskandal verstrickten Konzerntochter Audi laut „Bild am Sonntag“ ein Zwangsgeld angedroht, weil Audi immer noch nicht aus allen Modellen die Abgas-Betrugssoftware entfernt habe. Lasse Audi eine Frist bis zum 26. September verstreichen, verlange das Amt ein Zwangsgeld in Höhe von €25.000 – pro Fall. Die Freigabe für ein Software-Update fehle für einzelne V6- und V8-Modelle mit der Abgasnorm Euro 6, so das Blatt. Beim KBA war zunächst kein Stellungnahme zu erhalten. HB – 16.09.19
  • Wirecard baut sein Geschäft in China aus und arbeitet in China mit UnionPay zusammen. Die Kooperation sei ein wichtiger Baustein in der internationalen Expansionsstrategie. „Die Region Asien, insbesondere China, hat eine große Bedeutung für uns und birgt großes Potenzial.“ Wirecard schafft unter anderem die technische Voraussetzung, dass Händler im Ausland Kreditkarten von Unionpay akzeptieren können. Zudem erhalten nicht-chinesische Staatsangehörige die Möglichkeit, in China mit Unionpay-Karten zu bezahlen. Laut dem Branchendienst Nilson Report ist Unionpay der mit Abstand größte Kreditkartenemittent – gefolgt von Visa und Mastercard. HB – 16.09.19

Nordamerika

  • Nach dem Drohnenangriff auf die Rohöl-Produktionsanlage von Saudi Aramco in Abqaiq, ist die Ölproduktion Saudi-Arabiens erheblich gestört. Die Ölproduktion musste um die Hälfte reduziert werden, das wiederrum circa 5% des weltweiten Angebots entspricht. Brent Rohöl verzeichnete nach dem Angriff, den größten prozentualen (+20% auf $71,00/Barrel) Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn des Golfkrieges in Jahr 1991. RTRS – 16.09.2019 / HB – 14.09.2019
  • Daraufhin hat US-Präsident Donald Trump den Angreifern mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Zugleich wiederrief Trump am Sonntagabend auf Twitter seine eigene Aussage, dass er ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit der iranischen Führung bereit sei. Am Samstag hatte US-Außenminister Mike Pompeo den Iran für die Angriffe in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht, während zeitgleich sich die Huthi-Rebellen im benachbarten Jemen dazu bekannt hatten. Teheran bestritt jegliche Beteiligung. HB – 16.09.2019
  • Die USA sind bereit die globalen Ölmärkte mit Öl auf ihren strategischen Reserven zu stützen. Trump habe dies am Sonntag autorisiert. RTRS – 15.09.19
  • General Motors: Die US-Autogewerkschaft UAW hat erstmals seit dem Jahr 2007 wieder einen landesweiten Streik beim Autobauer General Motors angekündigt. Der Ausstand betreffe rund 48.000 auf Stundenbasis beschäftigte Arbeitnehmer und solle heute beginnen. HB – 15.09.2019

Asien/EM

  • Die Märkte in Japan, Malaysia und Mexiko bleiben heute feiertagsbedingt geschlossen.
  • Öl: Zwei durch Drohnenangriffe ausgelöste Feuer in zwei Raffinerien von Saudi-Aramco wurden von Sicherheitskräften unter Kontrolle gebracht. RTRS – 14.09.19 / Laut Reuters könnte es noch „Wochen und nicht Tage“ dauern, bis die Ölproduktion wieder ihre volle Kapazität erreicht hat. RTRS – 15.09.19
  • Japan möchte der Zeitung Nikkei zufolge die Zölle auf US-amerikanische Weinimporte im Rahmen eines Handelsabkommens beider Länder schrittweise abschaffen. RTRS – 15.09.19
  • Indiens Regierung kündigte mehrere Maßnahmen zur Unterstützung der Exporte an, darunter auch eine Lockerung der Finanzierungskonditionen für bestimmte Sektoren. RTRS – 14.09.19 / Außerdem stellt die Regierung umgerechnet $1,41Mrd zur Schaffung von erschwinglichen Wohnraum bereit. RTRS – 14.09.19
  • Iran: Ein Mitglied der Revolutionsgarde sagte, dass US-Stützpunkte und -Flugzeugträger in Reichweite iranischer Raketen seien. RTRS – 15.09.19

16. September 2019 I Keine Kommentare I News, Summa Summarum
Tags: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen