Summa Summarum 14.02.2018

Guten Morgen liebe Leser,

der Kampf an der SPD Spitze geht in eine neue Runde. Andrea Nahles wird erstmal zurück gestellt und die eigenen Reihen sind sich uneinig. Es wird spannend wer an die Spitze treten wird. Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange hat sich kampfbereit um den Posten des Parteivorsitzes erklärt, mal sehen ob noch andere Folgen. Dazu kommt, dass bis zum 02. März alle SPD Mitglieder über die neue Koalition abstimmen dürfen. Fraglich bleibt ob dieser Tumult um die Spitze für die Abstimmung förderlich ist.

Ein waghalsiges Projekt hat die Bundesregierung vor. In fünf deutschen Städten soll ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr getestet werden. Die Hoffnung: Weniger Autos, Lärm und Schmutz. Mit rund zwölf Milliarden Euro jährlich finanzierten sich die Verkehrsbetriebe etwa zur Hälfte aus dem Ticketverkauf. Das müsste dann aus dem Geld der Steuerzahler finanziert werden. Weitere Milliarden wären nötig für neue Busse, Bahnen und Personal. Ob diese Rechnung aufgeht?

Was glauben Sie, wie lange dauert es, bis Sie in Deutschland ein Patent bekommen: FÜNF Jahre. In Zeiten der vollkommenen Digitalisierung und immer schneller drehenden Innovationszyklen können wir uns derlei Staus nicht mehr leisten. Selbst die sonst so kopierfreudugen Chinesen melden mittlerweile mehr Paptene an als wir Deutschen. Nur mit Innovation und Schutz dieses geistigen Eigentums kann einen Wirtschaft führend bleiben. Mal sehen, wie lange wi runs diese schläfrige Mentalität noch leisten können.

Eine neue Studie fand nun heraus, dass die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen regional sehr unterscheidlich ist. Es gibt sogar Gegenden das ist die Frau besser verdienend. Im Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern etwa verdient ein Mann im Durchschnitt 38 Prozent mehr als eine Frau – im brandenburgischen Cottbus dagegen bekommt eine Frau im Durchschnitt 17 Prozent mehr Gehalt als ein Mann. Jedoch bekommen Frauen in Dingolfing-Landau und in Cottbus etwa gleich viel Gehalt: Durchschnittlich liegt das Einkommen bei 2.791 Euro beziehungsweise bei 2.814 Euro. Was sich allerdings unterscheidet, ist das durchschnittliche Einkommen der Männer: 4.531 Euro zu 2.398 Euro.  Das zeigt eine derzeit laufende Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Einen sonnigen Start in den Tag wünscht Ihnen das Team der Müller & Veith Investment GmbH.

kostenloser Nahverkehr….

https://www.welt.de/wirtschaft/article173512992/Kostenloser-oeffentlicher-Nahverkehr-wird-von-Bundesregierung-geprueft.html

Fünf lange Jahre bis zum Patent….

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/fuenf-jahre-wartezeit-patentaemter-beklagen-personalmangel/20957674.html

Regionale Unterschiede beim Verdienst….

http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-02/gender-pay-gap-gehaltsunterschiede-regionales-problem

Und zum Schluß ein Blick auf die Kapitalmärkte:

(Quelle: Goldman Sachs)

S&P500 2663 (+0,26%), NKY 21154 (-0,43%), HSI 30370 (+1,78%), SHCOMP 3202 (+0,54%), EUR/USD 1,2373 (+0,17%), USD/JPY 107,16 (+0,62%), USGov10Y 2,8167% (-0,45%), Gold Spot 1334 (+0,35%), Brent 62,82 (+0,16%)                                  

Europa 

  • Deutschland: Die SPD-Führung setzt auf einen personellen Neuanfang, Präsidium und Parteivorstand sprachen sich einstimmig dafür aus, dass Fraktionschefin Nahles als erste Frau in der über 150-jährigen SPD-Geschichte auch den Parteivorsitz übernimmt. Sie soll auf einem Sonderparteitag am 22. April gewählt werden. Bis dahin führt Vize Scholz kommissarisch die SPD. RTRS – 14.02.18
  • Bayer: Im Zusammenhang mit der Prüfung der Monsanto-Übernahme in Russland geht Bayer juristisch gegen die dortige Kartellbehörde vor: „Die Parteien stehen im Dialog, aber eine Einigung ist noch nicht erreicht. Bayer hat beschlossen, den Fall vor Gericht zu bringen, um seine Rechte zu wahren“. Bayer sprach von einem rein prozeduralen Schritt. Er werde beide Seiten nicht daran hindern, ein für beide Seiten vorteilhaftes Abkommen auszuhandeln, das innovative Entwicklungen in der russischen Agrarindustrie unterstütze. FNZ – 13.02.18
  • Ceconomy: Die Familie des verstorbenen Media-Saturn-Minderheitseigners Kellerhals und die Holding Ceconomy ringen um eine Lösung für die Zukunft. Beide Seiten seien übereingekommen, bilateral Gespräche zu führen, sagten Sprecher von Ceconomy und der Investmentgesellschaft der Familie Kellerhals, Convergenta. Über Ergebnisse des Dialogs solle „zu gegebener Zeit“ informiert werden. Heute findet die Hauptversammlung statt. HB – 14.02.18
  • Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt dank besserer Stahlgeschäfte mehr verdient. Das Ebit nahm im Q1 um gut ein Drittel auf €444Mio zu und übertrifft somit die Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich blieben €78Mio stehen, nach €8Mio im VJ. Dabei wurde das Nettoergebnis durch die US-Steuerreform mit €87Mio belastet. Die Stahlsparte profitierte von Preiserhöhungen sowie der laufenden Restrukturierung und erhöhte das bereinigte operative Ergebnis von €28Mio auf €160Mio. Zum Gewinn trug die Aufzugsparte bei, die ihr Ergebnis um 3% auf €220Mio steigerte. Der Anlagenbau hingegen verzeichnete einen Ergebnisrückgang von €42Mio auf €12Mio. Hier erwartet Thyssenkrupp noch im laufenden Jahr dank eines Sparprogramms eine „spürbare“ Ergebnisverbesserung. Umsatz und Auftragseingang gingen konzernweit leicht zurück. Allerdings waren im Vorjahresvergleich noch die Zahlen des mittlerweile verkauften amerikanischen Stahlgeschäft enthalten. Währungs- und portfoliobereinigt stiegen der Auftragseingang um 4% auf 9,7Mrd und der Umsatz um 3% auf €9,8Mrd. Der freie Cashflow blieb mit €1,5Mrd negativ, nach minus €1,7Mrd im Vorjahreszeitraum. Grund war eine höhere Mittelbindung im Stahl- und Werkstoffgeschäft. Die Jahresprognose hat weiter Bestand. Der Umsatz soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und das bereinigte operative Ergebnis von €1,7Mrd auf €1,8-2,0Mrd zulegen. Der Jahresüberschuss wird deutlich positiv erwartet. BZ – 14.02.18

Nordamerika

  • Die Verschuldung von US-Haushalten stieg zum Ende 2017 auf $13,15Bio an, so die Federal Reserve Bank New York. Demgegenüber stehen steigende Löhne und fallende Steuersätze. WSJ – 13.02.18
  • Trumps $4,4Bio Haushaltsentwurf, welcher Militärausgaben und die Grenzsicherung forciert, geht auf Kosten inländischer Programme und Projekte. Das erwartete Haushaltsdefizit im nächsten Jahr soll doppelt so hoch sein, wie vom Weißen Haus noch vor einem Jahr prognostiziert. WSJ – 12.02.18
  • Federal Reserve Bank of Cleveland Präsidentin Loretta Mester verkündete am Montag, dass die Fed in diesem Jahr weiterhin steigende Zinsen vorantreiben sollte. Auch der jüngste Anstieg in der Volatilität an den Finanzmärkten habe den positiven ökonomischen Ausblick nicht getrübt, so Mester. WSJ – 13.02.18

Asien/EM

  • Die Märkte in Taiwan und Brasilien bleiben heute geschlossen.
  • Chinas Subventionen für Elektroautos mit einer Reichweite von mindestens 400km wurde von RMB44.000 auf RMB50.000 erhöht. Gleichzeitig wurde die Mindestreichweite für den Erhalt einer staatlichen Subvention von 100km auf 150km angehoben. BBG – 13.02.18
  • Israels Polizei forderte Reuters zufolge die Anklage von Premierminister Netanyahu aufgrund von Bestechungen in zwei Fällen. RTRS – 13.02.18
  • Irak: Die US-Exim Bank soll US-Außenminister Tillerson zufolge dem Irak eine Kreditlinie i.H.v. $3Mrd zur Verfügung stellen, um das Land nach dem Krieg mit dem Islamischen Staat wieder aufzubauen.RTRS – 13.02.18
  • Südafrika: Die Regierungspartei ANC bestätigte, dass Präsident Zuma demnächst abgesetzt werden wird. Allerdings konnte hierfür noch kein Zeitrahmen festgelegt werden. RTRS – 13.02.18

14. Februar 2018 I Keine Kommentare I Investmail, Summa Summarum
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