Investmail – Nachhaltigkeit

Ein Thema, dass uns aktuell bewegt: Nachhaltigkeit.

Liebe Müller und Veith-Kunden, liebe Interessenten, in Zeiten wo wir bereits in der ersten Jahreshälfte die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen (Definition natürliche Ressource: 1.  Nicht erneuerbare wie fossile Brennstoffe, Bodenschätze aus dem Bergbau 2. erneuerbare wie Fische, Wälder, Wildpflanzen), die wir rechnerisch zur Verfügung haben, aufgebraucht haben und ab dann auf Kosten kommender Generationen leben, ist es um so wichtiger sich Nachhaltigkeit ins Gedächtnis zu rufen. In wenigen Jahrzehnten werden wir 10-12 MilliardenMenschen auf dieser Erde sein und wir wirtschaften und beuten die Erde aus, als wären wir viel weniger Bewohner auf diesem Planeten und als kämen keiner nach uns. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit? Was bedeutet Nachhaltigkeit für mich oder Sie?

Was bedeutet das (Nachhaltigkeit) für Privathaushalte und Unternehmen?

Als Privathaushalt kann einiges getan werden um unsere Umwelt zu schützen: z.B. keine Getränke in Plastikflaschen einkaufen, Umverpackungen direkt im Einkaufsladen lassen oder aber in der Metzgerei Vor Ort einkaufen um den Großhändlerndie Kundschaft zu entziehen. Hier gibt es eine Menge Beispiele die Kleinigkeiten bewirken. Aber reicht das schon aus?

Nein – es ist ein Anfang – auch große Firmen müssen sich der Nachhaltigkeit verpflichten, denn sie sind die, die wirklich etwas bewirken können. Durch sie können Ausbeutungen von unterentwickelten Länder gestoppt werden. Denn nur ca. 15-20% der Menschheit verbrauchen ca. 80% der globalen Ressourcen. Daher müssen Firmen den Begriff Nachhaltigkeit für sich definieren.

Definition von „Nachhaltigkeit“:

Eine passende Definition kann man unter anderem im Internet finden: (Wikipedia)

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.

Und der Bundestag erläutert Nachhaltigkeit so:

Nachhaltigkeit besteht aus drei Komponenten ‒ einer ökologischen, ökonomischen und sozialen.

Die ökologische Nachhaltigkeit beschäftigt sich mit der Erhaltung von Natur und Umwelt für die nachfolgende Generation.

Die ökonomischeNachhaltigkeit beschreibt wirtschaftliches Handeln mit dem Ziel eines dauerhaften Wohlstands aller. Hierzu gehört der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen vor der Ausbeutung, d.h. es soll der Ertrag maximiert werden wobei benötigte Ressourcen auch weiterhin und mindestens in gleichwertiger, vorzugsweise in besserer Güte verfügbar sind. Zudem bedeutet nachhaltiges Wirtschaften, dass man zum einen Kostenbewusstsein entwickelt, zum anderen aber auch die Notwendigkeit von sinnvollen Investitionen erkennt.

DiesozialeNachhaltigkeit bezieht sich auf der möglichen Teilnahme aller Menschen an der Gemeinschaft. Beispielsweise die demokratischen Strukturen und eine gerechte Einkommensverteilung. Demzufolge soll die menschliche Würde genauso wie das Arbeits- und Menschenrecht über unsere Generation hinaus gewährleistet sein. Kurzum, es geht darum, wie wir unsere Mitmenschen behandeln.

Und wenn wir unsnun die großen Firmen dieser Erde ansehen bemerken wir, das Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch betrachtet werden darf, was leider zu oft passiert, sondern muss ganzheitlich gesehen werden. Also auch ökonomischund sozial!

Finanzen und Nachhaltigkeit?

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, warum beschäftigt das Thema meinen Anlageberater so sehr?

Sie können auch Ihre Finanzen zum Teil oder komplett nach diesen Aspekten steuern. Damit meine ich, Sie können Ihre Anlageziele mit nachhaltigen Anlageinvestments verknüpfen. Somit geben Sie Firmen, die sich z.B. allen drei Säulen (ökologisch, ökonomisch und soziale Nachhaltigkeit) verpflichtet haben, eine Chance mehr Kapital zu Verfügung zu haben um weiter wachsen zu können.  Umgekehrt nehmen Sie Firmen, die weiterhin Ausbeute an Natur und Mensch betreiben diese Möglichkeit weg.

In der Finanzwelt gibt es einige Gesellschaftendie sich darauf spezialisierst haben, Nachhaltigkeit als Kriterium in Ihre Anlagestrategie mit aufzunehmen.

Wie wird Nachhaltigkeit z.B. im Deutschen Investmenthaus Acatis berücksichtigt

Am Beispiel des Frankfurter Investmenthauses Acatismöchten wir Ihnen dies einmal veranschaulichen:

Hier sieht der Selektionsprozess eines Finanzproduktes wie folgt aus:

Die möglichen Investitionstitel durchlaufen ein Nachhaltigkeitsrating. Ein unabhängiger Nachhaltigkeitsbeirat überwacht die Zusammensetzung der Fonds.

Zunächst werden in mehreren Schritten Herausgeber von Finanzprodukten mit negativen Eigenschaften weggefiltert:

  • 0% Toleranz bei Unternehmen, die z.B. mit embryonaler Stammzellenforschung, GrünerGentechnik, Korruption und Bilanzfälschungzu tun haben, Erdölaus Teer- sanden und Ölschiefergewinnen oder gegen Kinderarbeit verstoßen, fallen komplett heraus. In 2017 wurde zudem das Kriterium „aus dem Norwegischen Staatsfonds ausgeschlossene Unternehmen“ aufgenommen.
  • Ebenfalls ausgeschlossen werden Unternehmen mit mehr als 5% Umsatzanteil z.B. in Alkohol, Atomenergie, Glücksspiel, Kraftwerkskohle, Pornographie, Rüstung, Tabak und Waffen.
  • Punktescore: Unternehmen mit mehr als 10 Negativpunkten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung(z.B. grobe Verstöße gegen Umweltauflagen, Verhinderung eines Betriebrates etc.) werden ebenfalls eliminiert.
  • Staaten werden ausgeschlossen, wenn sie z.B. Atomwaffen besitzen, die Todesstrafe vollziehen oder ihr Anteil an Atomstrom größerals 15% ist.

Anschließend werden die besonders positiven Unternehmen herausgefiltert, die mehr als 6 Positivpunkte erreichen. Zu den Positivkriterien zählensoziale und ökologischeAspekte der Geschäftstätigkeit, Forschung- und Produktentwicklung in alternativen Bereichen, Wasserreinigung, Luftreinhaltung, Recycling und alternative Energien. Es gibt auch Unternehmen in kritischen Branchen, in die bei sehr positivem Rating investiert werden darf, z.B. in der Automobilindustrie, dem Bergbau oder der Luftfahrt.

Das Resultat sind 2.200 Unternehmen, 500 Anleiheherausgeber und 21 Staaten dieser Welt sein, aus denen dann das Anlageuniversum nach einem Fair Value Ansatz z.B. erstellt werden kann.

Was bedeutet das für mich als Investor?

Wie Sie leicht erkennen können, ist es nicht ganz einfach, sich diesem Thema zu nähern bzw. klare und eindeutige Ergebnisse aus einem Prozess zu ziehen. Wenn Sie sich z.B. die Ergebnislisten weiterer Investmenthäuser anschauen, werden Sie zu ein und demselben Unternehmen teilweise konträre Einschätzungen bekommen.

Daher ist es mir in einem ersten Schritt wichtig, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, wie wichtig Ihnen das Thema Nachhaltigkeit und deren Dokumentation bei Ihren Anlagen ist. Diskutieren und sprechen Sie mit mir!

Ich stehen Ihnen gerne beratend zu Seite und mache Ihnen ggf. passende Vorschläge Ihr Portfolio in die von Ihnen gewünschte Richtung zu bewegen.

Müller & Veith Investment GmbH, Alexandra Huhle ,Tel.: 06031 68448-7

Mail: alexandra.huhle@muellerundveith.de

16. November 2018 I Keine Kommentare I Investmail
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