Investmail: Nachhaltigkeit II

Liebe M&V-Kunden,

im November letzten Jahres berichteten wir bereits in unserer Investmailüber das Thema Nachhaltigkeit. Gerade durch die große positive Resonanz und der aktuellen Bewegung in Deutschland greifen wir das Thema gerne erneut auf und vertiefen es.

Wir haben uns im letzten dreiviertel Jahr intensiv damit beschäftigt, wie man das Thema Nachhaltigkeit, in der Finanzwelt ESG (E= Enviornment; S= Social; G= Governance) genannt, in Ihre Kundenportfolios integrierenkann.  

Wir mussten feststellen, nicht immer ist ESG drin, wenn ESG drauf steht.

Viele Fondsanbieter stellen fest, dass dieses Thema derzeit die Investoren bewegt und wollen diesen Trend ebenfalls mitmachen. Aber sie vergessen das Wichtigste: das macht man nicht mal ebenso. Um das Thema gut in einem Fonds zu implementieren und danach auch die Anlagekriterien auszurichten bedeutet, ein hohes Maß an Kenntnis und Research in diesem Bereich und ein klares Ziel, welches das Anlagekonzept verfolgen soll.

Es gibt Researchunternehmen die sich darauf spezialisiert haben Unternehmen nach ESG bzw. den Klimazielen der United Nations* zu bewerten. Diese Daten können dort eingekauft werden und mit diesen können Unternehmen neu bewertet werden und so ein eigener Ansatz aufgebaut werden.

Klimaziele der UN

Andere Fondsanbieter benutzen den Best-in-Class-Ansatz, der diejenigen Unternehmen auswählt, die die besten Nachhaltigkeitsleistungen ihrer Branche erbringen. Diese Unternehmen, meist Konzerne, sind keine „nachhaltigen“ Unternehmen, sondern solche, die in vielen Bereichen der Unternehmensführung und des Kerngeschäfts überzeugende Aktivitäten hinsichtlich umwelt- und sozialverträglicheren Wirtschaftens unternehmen.

Dann gibt es wiederum Fondsanbieter, die sich nicht auf Researchunternehmen verlassen oder den Best-in-Class-Ansatz verfolgen, sondern sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzen und die eigenen Mitarbeiter in die Unternehmen schicken um zu erfahren, wie es wirklich um Nachhaltigkeitskriterien steht.

Des Weiteren werden viele Branchen wie Alkohol-, Atomenergie-, Glücksspiel-, Kraftwerkskohle-, Pornographie-, Rüstungs-, Tabak- und Waffenindustrie direkt ausgeschlossen.

Zudem gibt es mittlerweile auch Siegel, an denen Sie erkennen können ob wirklich ein ernstgemeinter ESG Ansatz dahinter steckt und der Anbieter sich von einer unabhängigen Stelle hat prüfen lassen:

  • ECO Reporter
  • PRI Gütesiegel- Principles for Responsible Investments

Mittlerweile konnten wir einige Fonds in unsere Auswahlliste aufnehmen, um Ihnen ein gut diversifiziertes aber dennoch nachhaltiges Portfolio zusammenstellen zu können.

Als Beispiel nehmen wir ein ausgewogenes Portfolio. 

Dieses könnte wie folgt aussehen: (Gewichtung von 20% je Fonds)

  • SarasinFairInvestUniversal (konservativer Mischfonds)
  • AmundiEthik Fonds (konservativer Mischfonds)
  • Raiffeisen-Nachhaltigkeits-Mix (ausgewogener Mischfonds)
  • ÖkoWorldÖkoVision (Aktienfonds)
  • DPAM INVEST B EquitiesSustainableFood (Aktienfonds) 

Als Vergleich haben wir einen Index aus 50% MSCI World und 50% Deutsche Staatsanleihen zugrunde gelegt.

Wie Sie der Grafik entnehmen können, haben Sie durch die Nachhaltigkeitskriterien in 2019 kein schlechteres Ergebnis erzielt.

Die Wünsche und Bedürfnisse für Kunden werden in diesem Bereich immer größer und auch wir wollen Sie dabei unterstützen. Wünschen Sie Ihr Portfolio um diesen Baustein zu ergänzen oder sogar komplett in diese Richtung auszurichten? Dann sprechen Sie uns gerne an.

Sommerliche Grüße wünscht Ihnen Ihre Müller & Veith Investment GmbH

4. September 2019 I Keine Kommentare I Investmail, News
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