Investmail 01-2018 zu den Kursturbulenzen an den internationalen Aktienmärkten

Liebe Kunden, liebe Investoren,

am Freitag letzte Woche, sowie am Montag und Dienstag dieser Woche, gab es an den internationalen Aktienmärkten heftige Kursrückschläge. In den Medien wurden häufig die Schlagworte „Crash“, „Panik“ und „Ausverkauf an den Börsen“ verwendet. Ist dies tatsächlich so gewesen oder erleben wir einen medialen Börsenabsturz, der in der Realität gar nicht stattgefunden hat.

Daher von unserer Seite, belastbare und nachvollziehbare Erläuterungen zu dem, was sich an den Märkten an diesen drei Tagen und in der Zeit davor, sowie danach abgespielt haben.

Richtig ist, dass der Dow Jones am Montag binnen der Handelszeiten, bis zu 1600 Punkte abgeben musste. Das war, historisch gesehen, Rekord in absoluten Zahlen. In % ausgedrückt waren es lediglich 4,6%, das in den Geschichtsbüchern lediglich auf Platz 94, der historisch schlechtesten Börsentage, reicht. Ähnlich sieht es auch an vielen Märkten weltweit aus. Ein Grund zur Panik? Bestimmt nicht.

Und wo stehen wir bspw. heute?

Werfen wir einmal einen Blick, 13 Monate zurück.

Der Dow Jones hat trotz heftiger Verluste in den letzten 12 Monaten immerhin noch schlappe 24% zugelegt. Der deutsche Ableger Dax immerhin noch bei gut 9%. Alles im „plus“ wohlgemerkt.

Ein Grund zur Panik? Bestimmt nicht!

Was hat nun zu diesen hohen Tagesverlusten geführt?

Nach langen und fast schwankungslosen Anstiegen, sind derartige Tage ungewohnt für Investoren. „Es war doch sooo schön ruhig vorher!“, dachten sich viele Aufgeschreckte. Eine Korrektur ist für den Markt sehr heilsam, zeigt er den Teilnehmern doch, dass Kapitalmärkte nun einmal keine Einbahnstraßen sind und Schwankungen zum Börsenleben einfach dazu gehören. Wer das nicht ertragen kann, der sollte nicht am Kapitalmarkt investieren.

Waren es schlechte Konjunkturdaten? Nein, die stimmen weiterhin rund um den Globus. Mussten die Märkte politische oder wirtschaftliche Schocks verarbeiten? Nein, die Unternehmenszahlen und -gewinne sind weiterhin steigend und die Politik läuft im ruhigen und unaufgeregtem Fahrwasser. Ja was war es dann?

Einfach mal Gewinne mitnehmen, haben sich bestimmt viele Investoren weltweit gesagt. Ist das verwerflich? Nein, auch nicht. Aber wie kann es dann zu solch großen Kursrückschlägen innerhalb kürzester Zeit kommen? Passive Investoren arbeiten häufig mit sog. Stopp-Loss-Limits zur Vermeidung von größeren Verlusten. Werden diese Marktdaten erreicht, treten automatisierte Verkaufsprogramm in einem Bruchteil von Sekunden in Kraft. Der Abwärtstrend wird verstärkt. Es gibt aber ja auch die anderen, die bestimmte Kursniveaus abwarten um zu kaufen. Diese haben scheinbar bereits am gestrigen Tag wieder dafür gesorgt, dass der Abwärtstrend beendet und schon wieder signifikante Kurssteigerungen zu verzeichnen waren.

Natürlich ist die weltweite Schulden-Krise längst noch nicht abgearbeitet und Probleme im Finanzsystem gibt es Vielfältige. Im Augenblick überwiegen jedoch die positiven Wirtschaftsdaten und das weiterhin sehr günstige Umfeld (niedrige Zinsen), bei meist negativen Realzinsen (wenn der Zins geringer ist als die Inflation), welches ein langfristiges Engagement am Aktienmarkt gegenüber den Zinsanlagen attraktiver macht.

 

Fazit:

Endlich wieder Schwankungen an den Märkten! Lassen Sie sich davon jedoch nicht beunruhigen und zu vorschnellen Handlungen verleiten. Und einen „Crash oder Absturz“ hat es in der Realität, zumindest in den letzten Tagen, nicht gegeben. Sollten Sie dennoch Gesprächsbedarf rund um Ihre Kapitalanlagen verspüren, sprechen Sie uns bitte an. Ansonsten werden wir auf Sie – sofern wir Handlungsbedarf sehen – zukommen oder haben Ihnen bereits Konzepte aufgezeigt, mit denen Sie ggf. ruhiger und besser schlafen können.

Eine schöne Karnevalszeit wünscht Ihnen das Team der Müller & Veith Investment GmbH

8. Februar 2018 I Keine Kommentare I Investmail, News
Tags: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen